Kondensstreifen kein Indiz!


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Abgeschickt von Anila Pfefferminza am 06 Februar, 2006 um 16:49:48

Antwort auf: mit staatsgewalt die luft vergiftet zahlen auch das dei krankenkassen was wird aus unseren betraegen ist es noch ohne zuzahlung zu halten von manuel.cat@gmx.de am 02 Februar, 2006 um 17:27:49:

Hallo Mandy,

vielen Dank für Deine Email. Ja, von dieser Sache haben wir gehört.
Hier
sind unsere Informationen zu den so genannten "Chemtrails".

Nach unseren Erkenntnissen gibt es aus der Wetter- und Klimaforschung
und
-beobachtung keine Hinweise auf das Vorhandensein sogenannter
Chemtrails.
Wir wissen auch von keinem Projekt, das realisiert wurde.

Wenn diese Chemikalien eine echte Wirkung hinsichtlich der
Beeinflussung
des Klimas haben sollen, dann müssten sie weltweit, großflächig und
häufig
ausgebracht werden. Ansonsten würde das überhaupt keinen Sinn machen.
Das
wäre allerdings sehr aufwändig, teuer und mit unvorhersehbaren Risiken
verbunden. Und das ist aller Wahrscheinlichkeit nach nicht der Fall. Es
ist
jedoch nicht auszuschließen, dass es in Einzelfällen Probesprühungen
gegeben hat.

Hinweise auf das Vorhandensein von Chemtrails werden aus beobachteten
Kondensstreifen abgeleitet. Kondensstreifen entstehen jedoch ganz
normal
bei Flugzeugen und mit der Zunahme des Flugverkehrs entstehen auch
immer
mehr Kondensstreifen in der Atmosphäre. Diese sehen - je nach
Wetterlage
und Luftströmungen - sehr unterschiedlich aus und auch die Verweildauer
in
der Luft ist sehr unterschiedlich. Das Auftreten von Kondensstreifen
ist in
keiner Weise ein Indiz für Chemtrails.

Kondensstreifen entstehen, wenn sich Wasserdampf an feste oder flüssige
Bestandteile der Atmosphäre (z.B. Staub oder Rußpartikel) anlagert und
dann
praktisch augenblicklich gefriert. Sie entstehen nur bei Temperaturen
unter
minus 40 °C und bei einem ausreichenden Feuchtigkeitsgehalt der Luft.
Ist
die Temperatur höher, kommt es nicht zum Gefrieren des Wasserdampfes.
Ist
die Luftfeuchtigkeit zu gering, löst sich der Kondensstreifen praktisch
sofort wieder auf, da die Eispartikel sofort verdampfen.

Je größer die Luftfeuchtigkeit (bei Temperaturen unter minus 40 °C)
ist,
desto länger bleibt ein Kondensstreifen in der Luft bestehen. Wenn die
Atmosphäre mit Eis übersättigt ist, können Kondensstreifen über einen
Zeitraum von mehreren Stunden am Himmel erhalten bleiben. Unter solchen
eisübersättigten Bedingungen können sich Kondensstreifen noch
verbreitern,
wobei ihr Aussehen immer mehr dem von natürlichen Eiswolken, den
Cirruswolken oder Cirren, ähnelt.

Die Schichten, in denen die Bedingungen für die Entstehung von
Kondensstreifen gegeben sind, werden von Luftströmungen und
Verwirbelungen
beeinflusst. Sie liegen nicht plan in einer einheitlichen Höhe. So kann
es,
wenn ein Flugzeug durch verschiedene Luftmassen fliegt, zu scheinbar
abreißenden und plötzlich wieder auftauchenden Kondensstreifen kommen.

Ein Gittermuster aus Kondensstreifen lässt sich mit den ca. 8.000 bis
9.000
täglichen Flug-Bewegungen über Deutschland erklären. Vergleichbar den
Straßen auf der Erde gibt es zahlreiche Luftkorridore, die sich
natürlich
auch kreuzen. So können, bei entsprechenden Feuchtigkeitsverhältnissen,
Gittermuster aus Kondensstreifen entstehen.

Nach unseren Recherchen lassen sich die, vor allem in der Zeitschrift
?Raum
und Zeit?, aufgestellten Behauptungen nicht bestätigen. Die
veröffentlichten Fotos der beobachteten Kondensstreifen lassen keine
Rückschlüsse auf einen vermeintlichen Einsatz von Chemtrails zu.

Wir halten es für wichtiger, die Ursachen des Klimawandels zu
bekämpfen,
d.h. das Verbrennen von Öl, Kohle und Gas zu verringern. Nur so lässt
sich
der Klimawandel noch verlangsamen und schlimmere Auswirkungen
langfristig
verhindern. Der Ausstoß des Treibhausgases CO2 muss in den kommenden
Jahrzehnten um 80 Prozent reduziert werden. Hier sehen wir unsere
Aufgabe
und hier legen wir den Schwerpunkt unserer Klimaarbeit. Wir arbeiten
mit
Nachdruck an der Energiewende, d.h. wir wollen weg von der Verbrennung
von
fossilen Energien und wir wollen einen Ausbau der erneuerbaren
Energien.
Wenn Du magst, findest Du weitere Informationen zu erneuerbaren
Energien
unter folgendem Link: http://www.greenpeace.de/energie


Viele Grüße aus der Greenpeace-Zentrale,

Jakob Kellogg

Greenpeace e.V.
Information und Förderer-Service
http://www.greenpeace.de/ueber_uns/foerderer_service/
Tel. +49 40 306 18-0
Fax +49 40 306 18-100



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